Hund trägt eine Möhre mit Grün im Maul - Obst und Gemüse für Hunde
Hund trägt eine Möhre mit Grün im Maul - Obst und Gemüse für Hunde

Obst & Gemüse - was darf ich füttern?

Gemüse und Obst sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung deines Hundes. Sie liefern wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, die die Gesundheit deines Vierbeiners fördern. Aber welches Obst und Gemüse ist für Hunde geeignet, und was sollte auf keinen Fall gefüttert werden? In diesem Beitrag findest du eine übersichtliche Liste mit erlaubten und verbotenen Sorten sowie wertvolle Tipps zur richtigen Zubereitung.

Darf mein Hund Obst und Gemüse fressen?

Ja, Hunde dürfen Obst und Gemüse essen - allerdings nicht alles! Einige Sorten sind gesund und bekömmlich, während andere sogar giftig sein können. Um sicherzustellen, dass dein Hund nur das Beste bekommt, erfährst du hier, welches Obst und Gemüse du bedenkenlos füttern kannst und was unbedingt vermieden werden sollte.

Gefährliches Obst und Gemüse für Hunde - Diese Sorten sind tabu

  • Auberginen
  • Avocados: enthalten Persin
  • Rohe Gartenbohnen und rohe Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Erbsen)
  • Rohe Holunderbeeren
  • Rohe Kartoffeln: enthalten Solanin
  • Grüne und gelbe Paprika
  • Quitten
  • Unreife Tomaten
  • Weintrauben und Rosinen: schon kleine Mengen können lebensgefährlich sein
  • Zwiebelgewächse wie Zwiebeln, Lauch und Knoblauch

Weintrauben und Rosinen: tabu

Schon kleine Mengen können für Hunde lebensgefährlich sein.

Gesund und lecker - Diese Gemüse dürfen Hunde fressen

  • Artischocken
  • Blumenkohl (in Maßen, wegen blähender Wirkung), kurz blanchieren
  • Brokkoli, kurz blanchieren
  • Chicorée und Chinakohl, Chinakohl kurz blanchieren
  • Fenchel
  • Grünkohl: in Maßen wegen Oxalsäure, kurz blanchieren
  • Gurken
  • Kartoffeln, nur gekocht
  • Kürbisfleisch
  • Mangold und Spinat: in Maßen wegen Oxalsäure
  • Möhren
  • Paprika, nur rot (grüne und gelbe meiden)
  • Pastinake und Rote Bete
  • Salate (z. B. Feldsalat, Kopfsalat)
  • Sellerie: kalorienarm
  • Süßkartoffeln (in Maßen wegen Oxalsäure)
  • Topinambur
  • Zucchini
Husky mit frischem Brokkoli im Maul
Wusstest du schon?

Bitterstoffe, zum Beispiel aus Chicorée oder Löwenzahn, bringen die Verdauung in Gang: Dein Hund bildet mehr Speichel, Magensaft und Galle.

Diese Obstsorten sind für Hunde geeignet

  • Ananas
  • Äpfel (ohne Kerne)
  • Apfelsinen / Nektarinen (ohne Kerne)
  • Aprikosen (ohne Kerne)
  • Banane: in Maßen wegen des Zuckergehalts
  • Beeren (z. B. Blaubeeren, Himbeeren)
  • Birnen (ohne Kerne)
  • Feigen: nur in kleinen Mengen
  • Kiwis (in Maßen)
  • Kokos: liefert viel Selen
  • Melone
  • Pfirsiche
  • Pflaumen (ohne Kerne)

Mehr zu Nüssen liest du in unserem Artikel zu Walnüssen.

Gemüse immer fein pürieren

Erst dann kommt dein Hund an die Vitamine und Mineralstoffe.

Wichtige Tipps zur Fütterung von Obst und Gemüse

Hund am Tisch vor Gemüse, Fleisch und Näpfen
  • Pürieren oder Dünsten: Da Hunden die nötigen Enzyme zur Aufspaltung der Zellstruktur fehlen, sollte Obst und Gemüse püriert oder leicht gedünstet gefüttert werden. Das erleichtert die Verdauung und die Nährstoffaufnahme.
  • Grünes Blattgemüse: Dieses sollte regelmäßig gefüttert werden, da es wichtige Nährstoffe und Bitterstoffe liefert.
  • Karotten wirken eher stopfend und passen deshalb bei weichem Kot.
  • Neigt dein Hund zu Verstopfung, setz auf faserreiches Gemüse, zum Beispiel Salate, Fenchel, Brokkoli, Kürbis oder Gurke. Bananen, Heidelbeeren und Karotten lässt du dann weg.
  • Mengen: Der pflanzliche Anteil macht etwa 20 % der Futtermenge aus, davon rund 75 % Gemüse und 25 % Obst. Getrocknete Gemüseflocken ersetzen frisches Gemüse nicht dauerhaft.

Fazit: Gesunde Vielfalt für deinen Hund

Obst und Gemüse bereichern den Speiseplan deines Hundes, wenn du auf die richtige Auswahl und Zubereitung achtest. So sorgst du nicht nur für Abwechslung im Napf, sondern förderst auch die Gesundheit und Vitalität deines Vierbeiners.

Möchtest du mehr über die optimale Hundeernährung erfahren? Dann stöbere weiter auf unserem Blog und erkunde unseren BARF-Rechner!

Weintrauben und Rosinen, schon in kleinen Mengen. Außerdem Avocados, rohe Holunderbeeren und Quitten.

Ja. Hunde können die Zellwände aus Cellulose nicht aufspalten. Erst püriert kommt dein Hund an Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Etwa 20 % der Futtermenge, davon drei Viertel Gemüse. Die genaue Menge rechnet dir unser BARF-Rechner aus.

Misch den Gemüsebrei unter das Fleisch oder mach ihn mit etwas Fischöl oder Knochenbrühe schmackhafter. Lehnt er Gemüse ganz ab, sprich mit uns über Alternativen.

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